Im Frühling zeigt sich der Park vor der malerischen Kulisse des Schlosses und der Schlosskirche von seiner schönsten Seite. Die großen alten Platanen sind noch nicht begrünt und man kann die schlanken Stämme bis in große Höhen bestaunen. Zu sehen und zu hören sind dann auch die Dohlen und die Stare, die auf der Suche nach Nisthöhlen sind. Zudem ist auch der melancholische Gesang von Rotkehlchen unverkennbar, der sich mit dem von Meisen, Zaunkönig und Amseln mischt. Aber auch die ersten Zugvögel sind schon zurück: Der Zilpzalp und die ersten Mönchsgrasmücken und tun dies lautstark kund. Dazwischen tönt das Trommeln eines Buntspechts und das heisere Lachen eines Grünspechts von den Mainwiesen. Das sind nun zwar keine Raritäten, aber spätestens seit der Lesung von Paul Dörfler wissen wir ja nun, dass das Lauschen auf Vogelgesang die Ausschüttung von Glückshormonen bewirkt.
Zudem gibt es botanisch einiges zu entdecken, wie das seltene gelbe Buschwindröschen und sogar ein noch selteneres blaues Leberblümchen. Auch Insekten zeigen sich schon: Dicke Hummelköniginnen fliegen brummend den Lerchensporn an und sogar ein besonders schöner und großer Käfer kreuzt unseren Weg: der Goldlaufkäfer.
Zum Schluss pflücken wir uns noch ein Sträußchen Bärlauch für ein würziges Omelett.
Text und Fotos: Waltraud Huni