Anfang März sind die Bäume noch ohne Laub und die Wiesen sind noch mit braunem Gras bedeckt. Doch durch die Frühlingssonne sind schon die ersten Insekten aus dem Winterschlaf aufgewacht und auf
der Suche nach jetzt ganz dringend benötigtem Futter.
Ein wahrer Glücksfall für sie sind dann blühende Weidenkätzchen, deren leuchtendes Gelb auch schon von weitem zu sehen ist. Mit etwas Glück kann man dann da Schmetterlinge wie Admiral, C-Falter
und sogar das Taubenschwänzchen beobachten. Aber auch Hummeln, Bienen und Fliegen finden sich am reich gedeckten Tisch ein. Auch am Boden gibt es schon Blüten, die den Insekten Nektar spenden,
wie das wohlriechende Veilchen und die bunte Taubnessel.
Stehen diese Blüten nicht einzeln, sondern in größeren Beständen, können die Insekten „energiesparend“ ihr Futter suchen. Große Hummeln legen die kurzen Strecken zwischen den Pflanzen dann schon
mal zu Fuß zurück.
Es gibt in den Obermühlwiesen auch größere Tiere zu entdecken, z. B. den Silberreiher. Dieser ist nur ein Wintergast, zur Brutzeit wird er uns wieder verlassen, im Gegensatz zum Graureiher.
Da die Bäume noch nicht belaubt sind, können jetzt kleinere Vögel beobachtet werden, sich die sonst eher versteckt halten, wie z. B die scheue Heckenbraunelle.
Ein Spaziergang lohnt sich jedenfalls, es gibt immer etwas zu entdecken.
