Feuer auf dem Gailenberg – und wie es danach weiter ging


 

Am 08.08.20 hatte es erst am frühen Nachmittag, dann noch einmal am Abend auf dem Mühlheimer Gailenberg mit seinen herrlichen alten Streuobstwiesen und der Düne gebrannt.

 

Über 6.000 qm Grasfläche, Wildpflanzen, Büsche und Bäume wurden lt. Bericht der Offenbach Post vom 10.08.20 vom Feuer vernichtet oder teils mehr, teils weniger geschädigt.

 

Nur den Feuerwehren aus Lämmerspiel, Mühlheim, Dietesheim und Obertshausen ist es zu verdanken, dass nicht noch viel mehr abgefackelt ist. Schnell hätte es aufgrund der langen Trockenheit auch das angrenzende Lämmerspiel, dessen und auch den Hanauer Wald erwischen können.

 

Die Feuerwehrleute waren innerhalb von Minuten vor Ort und haben mit ihren kiloschweren Anzügen bei 36,5 Grad unter Einsatz ihrer Gesundheit und ihres Lebens wieder einmal Großartiges geleistet.

 

An diesem und auch anderen Tagen war das n i c h t der einzige Einsatz, bei dem die Feuerwehren aufgrund menschlicher Verantwortungslosigkeiten tätig werden mussten!

 

Verluste treffen die engagierten Bewirtschafter der Grundstücke auf dem Gailenberg nun zusätzlich zu all den regelmäßig gerade an Wochenenden durch rücksichts- und respektlose Menschen verursachten Problemen (Müll, Zerstörung, Diebstahl etc.) besonders hart. Das ist bitter.

 

Ein Feuer dieser Art als Katastrophe für die Natur einzustufen, wäre aber falsch. Im Gegenteil: Soweit die jahrelange Trockenheit (und nicht das eine Feuer) dem Gebiet nicht den Rest gegeben hat, würde ich trotz verkohlter Baumrinden nicht allzu Schwarz sehen: Das wird wieder, wenn auch etwas anders.

 

Sechsmal war ich nach dem 08.08.20 im Gebiet, habe die Entwicklungen bestaunt und fotografisch verfolgt – sehen Sie selbst:

 

 

31.12.2020, Text und Fotos © Sabine Streckies